Dirigenten & Gastdirigenten
Dirigenten
Christoph Wyneken
Christoph Wyneken
war seit der Gründung
des Landesjugendorchesters
Baden-Württemberg
bis einschließlich 2013
als künstlerischer Leiter tätig.
Gastdirigenten
Christoph Altstaedt (Herbst 2017)
Als Jungstudent studierte Christoph Altstaedt Klavier bei Prof. Edmundo Lasheras und Dirigieren bei Prof. Joachim Harder an der Hochschule für Musik Detmold. Außerdem erhielt er Klavierunterricht bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling in Hannover. Zum Studium wechselte er in die Klavierklasse von Prof. Jean-Efflam Bavouzet. 2002 setze er sein Studium an der Musikhochschule "Hanns Eisler" in Berlin fort. Zu seinen Lehrern gehörten Prof. Hans-Dieter Baum und Prof. Alexander Vitlin.

Seit 2003 wurde er als Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats gefördert und besuchte u.a. Kurse bei Kurt Masur, Pierre Boulez (im Rahmen der Luzern Festival Academy), Sebastian Weigle, Johannes Kalitzke und Jorma Panula. 2008 und 2009 gehörte er zu den drei Dirigenten, die als Stipendiaten nach Tanglewood eingeladen wurden. Dort assistierte er James Levine bei "Don Giovanni".

Sein Debüt als Operndirigent gab er 2006 am Staatstheater am Gärtnerplatz, wo er in der letzten Spielzeit von Prof. Klaus Schultz als Korrepetitor engagiert wurde. Er dirigierte dort "Gianni Schicchi", "Die Zauberflöte", "Die Entführung aus dem Serail", "Werther", "Hänsel und Gretel", "La Traviata" sowie "Cinderella" von Peter Maxwell Davies. 2010 begann er seine Tätigkeit als Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein, wo er sein Repertoire um "Le nozze di Figaro", "Così fan tutte", "La Bohème", "Luisa Miller", "Carmen", "Il barbiere di Siviglia" und "Die Prinzessin auf der Erbse" von Ernst Toch erweiterte. Darüber hinaus begann eine intensive Zusammenarbeit mit dem Ballett am Rhein unter Martin Schläpfer und weiteren führenden Choreographen wir Mats Ek, Hans van Manen und Nils Christie.

Interimsweise übernahm er von 2011 bis 2013 die Position des Chefdirigenten beim Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und dirigierte dort Cherubinis "Médée" und Mozarts "Idomeneo". Im symphonischen Bereich arbeitete er u.a. mit Gidon Kremer, Steven Isserlis, Mark Padmore und Radek Baborák zusammen.

Von 2004 bis 2011 leitete er das von ihm gegründete Junge Klangforum Mitte Europa: ein Jugendorchester aus Musikstudenten der drei Länder Polen, Tschechien und Deutschland, das u.a. mit dem "Praemium Imperiale" und dem "Marion Dönhoff Preis" ausgezeichnet wurde. Christoph Altstaedt engagiert sich sehr in der Nachwuchsarbeit und leitete das Orchester des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste Berlin (UdK), die Landesjugendorchester im Saarland und in Berlin sowie die Junge Deutsche Philharmonie, das Bundesjugendorchester und die Junge Norddeutsche Philharmonie.

Parallell zu seiner Opernkarriere dirigierte er im symphonischen Bereich das Konzerthausorchester Berlin, das Radio-Sinfonieorchester des SWR Stuttgart, das Hr-Sinfonieorchester Frankfurt, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, das Oslo Philharmonic, das Royal Scottish National Orchestra, das Indianapolis Symphony Orchestra, das Musikkollegium Winterthur, das Ensemble Resonanz, das Helsingborg Symphony Orchestra, das Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música.

Radioproduktionen u.a. mit den Bamberger Symphonikern und dem MDR Sinfonieorchester liegen vor.

© Gwiazda
Johannes Klumpp (Frühjahr 2017)
"Es bedarf eines Dirigenten, der diesen Brückenschlag zwischen den Genres und Epochen "kann": Johannes Klumpp (...) schiebt Klischees in die historische Ecke. Auf diese Weise klingen Grieg, Skalkottas, Bartók oder Mozart (...) völlig neu im Temperament, in der Direktheit, in ihrem rasanten Klangzauber." (WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG)

Orchesterchef, Musikvermittler, Festivalleiter - seit seinen Wettbe- werbserfolgen als junges Talent am Pult hat sich Johannes Klumpp in mehrerlei Hinsicht einen Namen gemacht. Der 1980 in Stuttgart geborene Dirigent, der neben einem Violastudium sein Handwerk unter Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Gunter Kahlert in Weimar erlernte, machte 2007 mit einem 2. Platz beim Dirigentenwettbewerb Besançon erstmals international auf sich aufmerksam. Es folgten Auszeichnungen beim Deutschen Hochschulwettbewerb "in memoriam Herbert von Karajan", bei dem er sowohl mit dem Ersten als auch einem Sonderpreis geehrt wurde, sowie 2011 beim Deutschen Dirigentenwettbewerb. Meisterkurse bei namhaften Dirigenten wie Kurt Masur, Gennady Rozhdestvensky und Michail Jurowski rundeten seine künstlerische Ausbildung ab, während derer Johannes Klumpp als "Maestro von Morgen" vom deutschen Musikrat gefördert wurde.

Inzwischen führt eine rege Konzerttätigkeit Johannes Klumpp zu renommierten Orchestern, darunter das Konzerthausorchester Berlin, die Düsseldorfer Symphoniker, die Dresdner Philharmonie, das WDR Funkhausorchester Köln, das Staatsorchester Stuttgart, die Münchener, Stuttgarter und Nürnberger Sinfoniker, das Russian Philharmonic Orchestra sowie die Kammerakademie Potsdam. Seine jüngste Einspielung mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Fagottisten Matthias Rácz mit Werken von Françaix, Tomasi, Jolivet und Villa-Lobos erhielt er von der Kritik höchstes Lob.

Seit der Saison 2013/2014 arbeitet Johannes Klumpp als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter mit den jungen Musikern des Folkwang Kammerorchesters Essen. Seitdem konnte er die Aufmerksamkeit für das Orchester kontinuierlich steigern und dessen Profil schärfen. Dabei legt Klumpp einen besonderen Schwerpunkt auf Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Werk das Folkwang Kammerorchester eine ganze Konzertreihe widmet. Im Rahmen der Reihe ExtraKlang - inzwischen veranstaltet im Weltkulturerbe Zeche Zollverein - entwickelt Klumpp innovative Programmformate und stieß unter anderem Kooperationen mit bekannten Persönlichkeiten wie dem Publizisten Roger Willemsen, dem Schauspieler Rufus Beck oder aktuell dem Komponisten und Pianisten Hauschka an.

Auch die Form des moderierten Konzertes nutzt Johannes Klumpp regelmäßig, um den Dialog mit dem Publikum zu fördern. Er ist überzeugt: "In der heutigen Zeit müssen wir den Menschen den Weg zu dem, was wir so sehr lieben, zeigen. Sie über die Schwelle führen." Dies gelingt äußerst eindrücklich in Sachsen-Anhalt, wo er 2013 zum künstlerischer Leiter der Sommer Musik Akademie Schloss Hundisburg ernannt wurde. Zusammen mit seinem Team ermöglicht er herausragende Musikerlebnisse in einem ländlichen Umfeld, fern der Kulturmetropolen.

In der laufenden Saison widmet sich Johannes Klumpp zwei Mozart-Opern: Am Tiroler Landestheater Innsbruck leitet er "Le nozze di Figaro", am Gärtnerplatztheater München steht "Così fan tutt"e auf dem Spielplan. Daneben debütiert er beim Sinfonieorchester Aachen, beim Orquesta Ciudad de Granada sowie beim Thailand Philharmonic Orchestra und kehrt zurück zu den Düsseldorfer Symphonikern.
Peter Tilling (Herbst 2016)
Peter Tilling dirigierte Konzerte mit dem Philharmonia Orchestra London, dem Gulbenkian Orchester Lissabon, dem Symphonie- orchester des Bayerischen Rundfunks, der jungen deutschen Philharmonie, dem Orquestra Metropolitana Lissabon und den Münchner Symphonikern.

Bei den Bayreuther Festspielen 2011 dirigierte er mit großem Erfolg eine Vorstellung des Tannhäuser.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist Neue Musik. Mit dem von ihm gegründeten ensemble risonanze erranti leitete er Ur- und Erstauf- führungen von Wolfgang Rihm, Ernst Krenek, Johannes Motschmann, Jens Joneleit, Gerald Resch und wird neue Werke von Hector Parra, Peter Ruzicka, Birke Bertelsmeier und Nikolaus Brass dirigieren.

Seine internationale Karriere als Operndirigent führte ihn ans Opernhaus Zürich (Die Frau ohne Schatten, 2010 und 2014), an das Teatro Real (La Clemenza di Tito), an die Opèra de Montpellier (L\'Incoronazione di Poppea), an die Staatsoper Stuttgart (Die Fledermaus), an die Nederlandse Opera (Rihms Dionysos) und an das Theater an der Wien (The Rakes Progress). Im Topkapi Palast Istanbul leitete er eine Neuproduktion von Mozarts Die Entführung aus dem Serail mit dem Borusan Philharmonic Orchestra sowie am Theater Coburg La Traviata.

Bei der Münchner Biennale 2014 wie auch am Theater Freiburg dirigierte er die UA von Hector Parràs Das geopferte Leben mit dem Ensemble Recherche und dem Freiburger Barockorchester. Für die Musica viva des Bayerischen Rundfunks leitete er bei der ersten Gesamtaufführung von Stockhausens SAMSTAG aus LICHT den Samstags-Gruß. Alte Musik ist eine Konstante seiner musikalischen Tätigkeit: so dirigierte er u.a. Händels Almira bei den Handelsfestspielen Karlsruhe.

Zentral ist für ihn die Arbeit mit jungen Musikern: er dirigierte u.a. die Orchester der Musikhochschulen Karlsruhe und Mannheim, die junge deutsche philharmonie und das Interregionale Jugendorchester (IRO) Baden-Württemberg.

Als stellvertretender GMD und 1. Kapellmeister am Staatstheater Nürnberg dirigierte er die Premieren Turandot, Le Nozze di FIgaro, Judas Maccabaeus sowie ..and the trains kept coming.. (Lior Navok), weiterhin Arabella, Tosca, Tristan und Isolde, Der fliegende Holländer, König Roger, Nabucco, Un ballo in maschera, Die Zauberflöte und Die Entführung aus dem Serail. Ein von ihm konzipiertes Format mit Neuer Musik in der Discothek Hirsch (mit der Staatsphilharmonie Nürnberg) war ein großer Publikumserfolg.

Als Assistent arbeitete er mit Franz Welser-Möst, Thomas Hengelbrock, Nikolaus Harnoncourt, Sylvain Cambreling und Ingo Metzmacher.

Peter Tilling studierte Dirigieren bei Peter Eötvös, Christoph Prick und Klaus Eisenmann, Klavier bei Paul Dan und Siegbert Panzer sowie Violoncello bei Martin Ostertag.
David Philip Hefti (Frühjahr 2016)
David Philip Hefti, Komponist & Dirigent

David Philip Hefti (*1975 in St. Gallen) ist faszinierend in der heutigen europäischen Komponisten-Szene: Eingereiht in die Traditionen des Modernismus, besitzt seine Musik zusätzlich eine Unmittelbarkeit, die Musiker, Kritiker und Publikum gleichermassen anspricht. Dies ist sicherlich mit ein Grund, warum Hefti zu den meistgespielten Schweizer Komponisten der vergangenen Jahre gehört. Kritiker haben das "Sensualistische" an seiner Musik und deren "filigrane" Instrumentation gelobt. Hefti studierte an den Musikhochschulen von Zürich und Karlsruhe. Seine Kompositionslehrer waren Rudolf Kelterborn, Wolfgang Rihm und Cristóbal Halffter. Heute wohnt er in Zürich und in Mannheim, von wo aus er eine Doppelkarriere als Dirigent und Komponist ausübt.

Heftis Oeuvre umfasst ca. 50 Werke in fast allen Genres, mit einem Schwerpunkt auf Orchester- und Kammermusik. Er hat viele namhafte Preise und Wettbewerbe gewonnen, wie etwa den Gustav-Mahler Wettbewerb, den Komponisten-Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung und den Hindemith-Preis. Seine Werke sind auf einem Dutzend CDs zu hören und stehen regelmässig auf den Programmen der grossen Festivals der Welt, von Luzern bis Beijing. Namhafte Orchester spielen seine Musik, wie z.B. das Tonhalle-Orchester Zürich, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Sinfoniker, die Deutsche Radio Philharmonie, die Tokyo Sinfonietta und das Orchestre symphonique de Montréal, unter Dirigenten wie Peter Eötvös, David Zinman oder Kent Nagano. Renommierte Solisten widmen sich ebenfalls seinen Werken, wie etwa Viviane Hagner, Baiba Skride, Antje Weithaas, Hartmut Rohde und Jan Vogler.

Heftis Dirigierkarriere ist ihm als Komponist von fundamentaler Bedeutung. Auf der CD Changements hören wir ihn in beiden Rollen in perfekter Ausgewogenheit. Hier dirigiert er das Ensemble Modern, das ORF Radio Symphonieorchester Wien, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und die Deutsche Radio Philharmonie in einer Auswahl seiner Orchesterwerke. Die Kritiker lobten seine "ausgezeichnete Beherrschung des Orchesterapparates" gleichermassen als Dirigent und Komponist.

www.hefti.net
Anna-Sophie Brüning - Apollo 18 - Oper im Jugendknast (Herbst 2015)
Nach einem Violin- und Klavierstudium in Hannover, Freiburg und Chicago konzertierte Anna-Sophie Brüning zunächst als Solistin und Kammermusikerin und war von1999-2001 Konzertmeisterin des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck. Parallel dazu begann sie ein Studium für Dirigieren an der Musikhochschule Leipzig, das sie 2003 mit dem Diplom und dem Gewinn des Leipziger Hochschulwettbewerbs Dirigieren abschloss. Im gleichen Jahr wurde sie Stipendiatin des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats, in den folgenden Jahren erhielt sie u.a. den Zonta- und den Praetorius Musikpreis.

2001 wurde sie als Korrepetitorin am Lübecker Theater verpflichtet und arbeitete in gleicher Funktion in der Saison 2003 /2004 auch an der Staatsoper unter den Linden in Berlin. 2005 wurde sie erstmals an die Komische Oper Berlin verpflichtet, wo sie von 2006-2008 als Kapellmeisterin unter Vertrag war. Gleichzeitig arbeitete sie als Gastdirigentin mit den Nürnberger Philharmonikern, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Polnischen Kammerorchester, der Nordwest- deutschen Philharmonie, dem Sinfonie-Orchester von Mainz, der Philharmonie Gera und den Lübecker Philharmonikern.

In der Saison 07/08 debütierte sie in der Tonhalle Düsseldorf mit den Düsseldorfer Symphonikern, von denen sie gleich für die Saison 08/09 wiedereingeladen wurde, um Gustav Holsts Planeten zu dirigieren. Ferner leitete sie eine Arbeitsphase des LJO Baden-Württemberg, sowie das Weihnachtskonzert des Bundespräsidenten mit einstündiger ZDF-Übertragung am 24.12.2008.

2009 debütierte sie mit Verdi´s " la Traviata" an Nationaltheater Mannheim, des weiteren arbeitete sie mit den Brandenburger Symphonikern, dem Orchester des Landestheaters Flensburg und dirigierte ausserdem die Uraufführung der Oper "Die Sultana von Cadiz" von J.C. de Arriaga. Diese neu bei Boosey und Hawkes erschienene Oper wurde anlässlich der Wahl Jerusalems zur Kulturhauptstadt der arabischen Welt im Sommer 2009 mit Solisten der Staatsoper Berlin uraufgeführt.

In der laufenden Saison folgte sie u.a. einer Einladung an das Landestheater Oldenburg (der "Troubadour" von Verdi) , des weiteren wird sie am Theater Pforzheim die Oper "Margarete" von Gounod dirigieren und erstmals mit der Oper "Hänsel und Gretel" am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters in Hannover stehen.
Till Drömann
Till Drömann, in Heidelberg geboren, studierte Klavier an der Musikhochschule Freiburg, anschließend am Mozarteum Salzburg bei Hans Leygraf sowie Dirigieren bei Michael Gielen. Nach seinem Abschluß 1995 Repetitor am Theater Hagen. 2001 wechselte er als 2. Kapellmeister an das Theater Osnabrück. Bei der Jungen Deutschen Philharmonie war Till Drömann 1998-2000 musikalischer Assistent von Gerd Albrecht, Lothar Zagrosek und Hans Zender. Seit 2006 arbeitete Till Drömann als musikalischer Assistent von Sylvain Cambreling, Teodor Currentzis und Thomas Hengelbrock an der Opéra de Paris und am Teatro Real Madrid. Als Gastdirigent stand er u.a. am Pult der NDR Radiophilharmonie, der Neuen Philharmonie Westfalen, des Lübecker Kammerorchesters und des Orchesters der Internationalen Sommerakademie Mozarteum. Nach seinem Debüt mit Pelléas et Mélisande 2011/12 in Madrid dirigierte er dort 2012/13 Così fan tutte und 2013/14 Les Contes d´Hoffmann. Seit 2012/13 ist Till Drömann an der Oper Stuttgart Assistent des Generalmusikdirektors. In der laufenden Spielzeit dirigiert er einige Vorstellungen von La Bohème sowie die Neuproduktion Nixe an der Jungen Oper.
Hannes Krämer
Als Gewinner des Dirigentenwettbewerbes San Gemini 2006 ist Hannes Krämer heute ein gefragter Gast zahlreicher Orchester wie der Bamberger Symphoniker, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Württem- bergischen Kammerorchester Heilbronn, der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, dem Folkwang-Kammerorchester und vielen weiteren deutschen Orchestern. Darüber hinaus konzertierte er auch in Finnland, Italien, Großbritannien und den USA.

Seine Begeisterung für junge Musiker führte zu einer seit Jahren bestehenden Zusammenarbeit mit der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Bundesjugendorchester, den Landesjugendorchestern von Bayern und Rheinland-Pfalz sowie den Orchestern der Musikhochschulen Würzburg und Köln-Wuppertal. Hannes Krämer war 2007-2009 erster Gastdirigent des International Mahler Orchestra und ist seit 2012 Erster Gastdirigent der Belgischen Kammerphilharmonie. Er wurde vom Bayerischen Rundfunk und vom Südwestrundfunk eingeladen Werke von Jörg Widmann, Jean Sibelius und Erkki Sven Tüür einzuspielen.

Hannes Krämer ist ein Schüler des legendären finnischen Dirigentenlehrer Jorma Panula und war Assistent von Jonathan Nott und Manfred Honeck.
Hermann Bäumer (Generalmusikdirektor)
Der in Bielefeld geborene Hermann Bäumer begann mit sechs Jahren Klavier zu spielen. Später erhielt er auch Violoncello- und Posaunenunterricht und studierte dann in Detmold und Leipzig Dirigieren. Von 1992 bis 2003 war er Posaunist bei den Berliner Philharmonikern, mit dessen Blechbläserensemble ihn eine langjährige Zusammenarbeit verband. Weiterhin stand Hermann Bäumer u.a. bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, beim Radiosinfonieorchester Oslo oder den Bamberger Symphonikern am Pult und war bei Festivals wie dem Rheingau Musik Festival und dem Heidelberger Frühling zu Gast. Besonderer Höhepunkt war eine Berliner Aufführung von Schönbergs "Pierrot Lunaire" mit Christine Schäfer.

Hermann Bäumers nicht nur solide, sondern auch äußerst kreative Arbeit seit der Saison 2004/05 als Generalmusikdirektor für das Musikleben der Stadt Osnabrück hat ihm seinen hervorragenden Ruf eingebracht. Er spiegelt sich ebenso im großen Publikumszuspruch und im Lob der Fachpresse, wie auch in einer Vielzahl von Gastdirigaten im In- und Ausland.

Die Saison 2010/11 führte Hermann Bäumer u.a. zum Rundfunksinfonieorchester Berlin, zum wiederholten Mal und für mehrere Konzerte zur NDR Radiophilharmonie nach Hannover, zum SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, zur Robert-Schumann-Philharmonie nach Chemnitz oder zu den Hofer Symphonikern.

Eine besondere Affinität hat Hermann Bäumer zu außergewöhnlichem musikdramatischen Repertoire. So hatte in Osnabrück in der Saison 2005/06 Alex Nowitz´ "Bestmann-oper" unter großer Beachtung von Presse und Publikum ihre Uraufführung; und bei nicht minder großer Aufmerksamkeit stand in der Saison 2004/05 Hans-Werner Henzes "Wundertheater" und 2007/08 Gounods "Blutige Nonne" auf dem Spielplan.

Mit der NDR Radiophilhar-monie nahm Hermann Bäumer 2006 August Ennas "Heiße Liebe" für cpo und mit dem Iceland Symphony Orchestra Jón Leifs "Edda I" für das Label BIS auf. Zu weiteren Plattenaufnahmen gehört die Ersteinspielung des besagten "Wundertheater" von Henze mit den Osnabrücker Symphonikern sowie die Sinfonien Nr. 1 und 2 von Karl Höller mit den Bamberger Symphonikern.

Ein weiteres Projekt ist die Kompletteinspielung der Sinfonien von Josef Bohuslav Foerster mit den Osnabrücker Symphonikern, deren erster Teil mit einem ECHO Klassik 2009 ausgezeichnet wurde. Der zweite Teil wurde im Januar 2009 veröffentlicht (MDG). Im Dezember 2009 erschienen d´Alberts "Seejungfräulein" und Sinfonie Nr. 4 und im Sommer 2010 Gounods "La Nonne Sanglante", die mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 3/2010 ausgezeichnet wurde (CPO).

Darüber hinaus ist Hermann Bäumer landesweit geschätzt für seine Jugendarbeit, die sich in der Zusammenarbeit mit zahlreichen Jugendorchestern äußert, wie beispielsweise mit den Landesjugendorchestern Nordrhein-Westfalen, Berlin und Rheinland-Pfalz.

Seit der Spielzeit 2011/2012 ist Hermann Bäumer GMD des Staatstheaters Mainz und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz. In seiner ersten Saison an diesem Haus übernahm er nicht nur die Leitung zahlreicher Sinfonie- und Jugendkonzerte, sondern auch die von Wagners "Tristan und Isolde" sowie von Ligetis "Le Grand Macabre".
David Afkham
David Afkham gilt als einer der hoffnungsvollsten Vertreter der Generation junger deutscher Dirigenten. Geboren 1983 in Freiburg/Breisgau, erhielt er schon frühzeitig ersten Klavier- und Violinunterricht. Während seiner Schulzeit war er Jungstudent im Fach Klavier an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. James Avery. David Afkham ist mehrfacher erster Preisträger des Wettbewerbs "Jugend Musiziert" (u.a. 2002 erster Bundespreis Klavier solo). 2005 begann er sein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Prof. Nicolas Pasquet und Prof. Gunter Kahlert.

Während seines Studiums besuchte er zahlreiche Meisterkurse u.a. bei GMD George Alexander Albrecht, Salvador Mas Conde, Jorma Panula, Gustavo Dudamel und Bernard Haitink.
David Afkham dirigierte u.a. die Staatskapelle Weimar, die Jena Philharmonie, das Loh-Orchester Sondershausen, die Nordböhmische Philharmonie Teplice, das Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz, die Göttinger Symphoniker, das Kritische Orchester Berlin (Solist: Thomas Quasthoff), das Luzerner Sinfonieorchester, das Simon Bolivar Youth Orchestra of Venezuela und das London Symphony Orchestra. Von 2006 bis 2008 war er künstlerischer Leiter und Dirigent des KHG-Sinfonieorchesters Freiburg.

David Afkham ist Stipendiat des Richard Wagner Verbandes sowie des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates.

Zudem ist er erster Stipendiat des "Bernard Haitink Fund for Young Talent", im Rahmen dessen er zum Assistenten von Bernard Haitink mit dem Royal Concertgebouw Orkest Amsterdam berufen wurde. Weitere Assistenzen führten David Afkham Ende 2008 nach Chicago, wo er als Assistant Conductor von Bernard Haitink mit dem Chicago Symphony Orchestra zusammen arbeitete.

David Afkham ist Gewinner des renommierten "International Donatella Flick Conducting Competition 2008" und wird Assistant Conductor beim London Symphony Orchestra. Während dieser Zeit wird er dem LSO-Chefdirigenten Valery Gergiev sowie Gastdirigenten des Orchesters (u. a. Sir Colin Davis und Daniel Harding) zur Seite stehen. Afkham übernimmt außerdem auch selbst Dirigate von LSO-Konzerten.
Nicolas Pasquet
Patrick Strub
außerdem:

Ungar, Prof. Thomas (Stuttgart)
© 2014 Landesjugendorchester Baden-Württemberg
Login LJO BW Aktuelle LJO Sendetermine Aktuelle Konzerttermine des LJO Aktuelle LJO Termine Zurück zur LJO Startseite