Europäischer Kulturpreis für LJO
Europäischer Kulturpreis für das LJO
Alljährlich verleiht die Stiftung für herausragende Leistungen, Initiativen und Kulturwerke die Europäischen Kulturpreise. Traditionell stehen die Europäischen Kulturpreisverleihungen unter dem Patronat der Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und des Europäischen Parlaments. Auch andere europäische und internationale Institutionen übernehmen von Fall zu Fall die Schirmherrschaft.

Die Stiftung will dem lebendigen Dialog zwischen den europäischen Staaten und Regionen Impulse geben und zu einem politik-begleitenden, vertrauensbildenden und kommunikationsfördernden Kulturaustausch in Europa beitragen. Die Bedeutung der kulturellen Vielfalt und die schöpferische Eigenständigkeit der europäischen Staaten und Regionen sollen auf diese Weise verdeutlicht werden.

Gastgeber und Schirmherren der Europäischen Kulturpreisverleihungen sind oft auch die Staatspräsidenten, Parlamentspräsidenten oder Ministerpräsidenten der Länder, in denen die Kulturpreisverleihungen ausgetragen werden. Laudatoren sind jeweils sachkundige und verdiente Persönlichkeiten der europäischen Kulturszene oder hochrangige Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens Europas.

Bei der Vergabe der Auszeichnungen unterscheidet die Stiftung zwischen Persönlichkeiten, die sich mit ihrem Talent oder mit den geförderten oder geschaffenen Kulturwerken schon durchgesetzt und / oder sich für die Kultur Europas verdient gemacht haben und jungen, sehr begabten und genialen, aber noch unbekannten Künstlern.

Indem die Stiftung bei den Kulturpreisverleihungen bereits anerkannte, berühmte Persönlichkeiten und Kultur zusammen mit jungen, noch unbekannten Künstlern auszeichnet, leistet sie einen Beitrag zu deren Förderung und zum "Nachwuchs der Kultur" und der Kulturschaffenden Europas.

Mit undotierten Ehrenpreisen ausgezeichnet werden hochrangige Persönlichkeiten, die sich um die Kultur Europas verdient gemacht haben.

Mit dotierten Europäischen Förderpreisen werden junge Künstler ausgezeichnet, die geniales Können zeigen und überdurchschnittliche Begabung aufweisen. Sie dürfen bei der Verleihungszeremonie mit den ganz großen im Rampenlicht stehen und sollen damit gefördert werden.

Das Landesjugendorchester Baden-Württemberg und sein künstlerischer Leiter Christoph Wyneken erhalten den mit 2.000,- Euro dotierten Europäischen Jugendorchesterpreis. Anlässlich der Preisverleihung findet am 02.11.um 17 Uhr ein Konzert in St. Matthieu in Colmar statt.
Laudatio durch René Coathalhem, Präsident Rotary Club les 2 Brisach
In Würdigung seiner Tätigkeit erhält der Gründer und Dirigent Christoph Wyneken sowie das gesamte 1972 gegründete Landesjugendorchester Baden-Württemberg den Europäischen Preis für Jugendorchester der Europäischen Kulturstiftung "Pro Europa" in Anerkennung der überragenden Gesamtleistung überreicht. Die Europäische Kulturstiftung "Pro Europa" mit Sitz in Basel und Freiburg würdigt mit der Preisverleihung die künstlerischen Leistungen dieses herausragenden Klangkörpers, die Fähigkeit des Gründers und Dirigenten Christoph Wyneken junge Menschen zu begeistern und diese mit sicherer Hand zur musizierenden Freude zu führen! Wer das hinreißende, die Zuhörer entflammende Spiel der Jugendlichen, ihre ausdrucksvollen Interpretationen, die Übertragung der musikalischen Werte und der Lebensfreude erlebt, erkennt welche überzeugende Leistung der Musikvermittlung für junge Menschen und den orchestralen Nachwuchs Christoph Wyneken seit Jahrzehnten im Lande Baden-Württemberg zu leisten vermag. Besonders bewundernswert ist die Tatsache der steten Erhaltung höchster musikalischer Qualitätskriterien, obwohl jedes Jahr ein Teil der Orchestermitglieder sich durch AB- und Neuzugänge erneuert. Christoph Wyneken ist dafür Garant und der ruhende Pol dieses besonderen Klangkörpers.
Dass er sein Orchester zudem in den Dienst der Französisch Deutschen Freundschaft, der Europäischen Idee stellt und heute zum zweiten Mal in Colmar gastiert, hat Vorbildfunktion und es ist zu hoffen, dass weitere Landesjugendorchester beider Länder diese Verständigung in der der musikalischen Weltsprache zur Tradition werden lassen. Sowohl für die jungen Orchestermusiker und Solisten, als auch die Konzertbesucher jeden Alters stellen diese Grenzüberschreitenden Anlässe einmalige, in Erinnerung bleibende Erlebnisse dar.
Das das Landesjugendorchester Baden-Württemberg in seinen 36 Jahren Generationen Musiker zum ausübenden Musikerberuf begeistert, aber auch zahllose Jugendliche als Konzertbesucher hin zur klassischen europäischen Musiktradition führt, ist eine weitere Leistung auf die der Gründer und das Orchester mit Stolz zurückblicken kann.
Mit den herzlichsten Glückwünschen und Anerkennung an die, hoffen wir auf die ausgebaute Fortsetzung der entstandenen, Landesgrenzen überschreitenden, Traditionen und der vermehrten Unterstützung nicht nur durch die Kulturetats der entsprechenden Länder und Regionen, sondern auch durch Mäzene und Mittel der Europäischen Union. Eine erste, wenn auch bescheidene Tat in dieser Richtung soll der Check über EUR 2000,- den wir Ihnen Heute vom Rotary Club Regio Colmar Freiburg, sehr geehrter Herr Wyneken, überreichen dürfen.
Dankeswort von Klaus von Trotha, Minister a.D:, Präsident des Landesverbandes der Musikschulen anlässlich der ProEuropa Kulturpreis -Verleihung 2008 in Colmar
Namens des LJO Ba-Wü, aller seiner Mitglieder und insbesondere seines künstlerischen Leiters Christoph Wyneken, bedanke ich mich sehr herzlich für die großartige Auszeichnung mit dem Europäischen Jugend-Orchester-Preis, der nicht zuletzt seinen Wert auch dadurch erhält, dass diese Ehrung von einer so hoch angesehenen Einrichtung wie der Stiftung ProEuropa verliehen wird und dies in dem herrlichen Koifhuis Colmar.
Ich bedanke mich für den LV der Musikschulen Ba-Wü, dem Träger des LJO. Ich bedanke mich für den Stiftungsrat und den Stiftungsvorstand der Stiftung zur Förderung des LJ0 Ba-Wü, die sich durch diese Auszeichnung ebenfalls in ihrer Arbeit bestätigt sehen können.
Ich überbringe dem Preisträger zugleich die Glückwünsche der Landesregierung von Ba-Wü, des MP Günther Oettinger und des Finanzministers Willi Stächele, der heute eigentlich persönlich gratulieren wollte, im Hinblick auf die allseits bekannten Finanzprobleme aber durch andere Termine verhindert ist. Er hat mich als früheres Regierungsmitglied gebeten, heute zugleich die Landesregierung zu vertreten. Ich bin also in der äußerst seltenen, aber komfortablen Situation als Vertreter der Landesregierung mir als Präsidenten des Preisträgers zu gratulieren und will dies in dem Satz zusammenfassen: wir sind glücklich über die Auszeichnung und meinen, das LJO habe sie wirklich verdient, was es nachher mit Brahms und Dvorak ganz sicher unter Beweis stellen wird.
Wir haben bereits eine einfühlsame Laudatio gehört, die ich nicht wiederholen brauche. Darum möchte ich mich auf zwei Überlegungen beschränken.
Das LJO wurde 1972 gegründet. Seit dieser Zeit leitet Christoph Wyneken dieses Orchester, dem er als künstlerischer Leiter vorsteht. Ihnen, lieber Herr Wyneken, ist es gelungen dieses Orchester bei allem unvermeidlichen Wechsel eine viel bewunderte Kontur und ein unverwechselbares Profil zu geben, die Mitglieder des LJO auch durch
ihre pädagogisch-didaktische Meisterschaft in ihrer musikalischen Entwicklung weiter zu bringen und dem Orchester in der Öffentlichkeit nicht nur in Ba-Wü, sondern darüber hinaus ein unvergleichliches Ansehen zu verschaffen.
Ich erinnere mich noch sehr gut an die Benefizgala in Ludwigsburg:
wie großartig die zwei Sätze der 5. Symphonie von Mahler gespielt wurden und dazu ein Begleitheft zur Verfügung stand, das den ganzen Enthusiasmus der Musizierenden nicht nur beim Spielen zum Ausdruck brachte. Lieber Herr Wyneken, Sie sind ein Glücksfall für unser Orchester, auf das wir in Ba-Wü - und ich denke berechtigterweise - stolz sein dürfen. Ein herzliches Dankeschön allen, die dazu beigetragen haben.
36 Jahre LJO Ba-Wü und 36 Jahre künstlerische - Leitung durch Christoph Wyneken spiegeln sich in vielen herausragenden Fakten wider. So spielen heute zahlreiche ehemalige Mitglieder des LJO bei den Berliner, Münchener und Wiener Philharmonikern oder haben sich einen Namen als Professoren an Musikhochschulen gemacht. Jugendliche, deren Eltern selbst "LJOler" waren, spielen heute im Orchester. An mehr als 80 Konzertorten allein in Ba-Wü tragen die von Berufsmusikern und Hochschuldozenten angeleiteten Musiker bisher auf. Die Landesregierung und herausragende Persönlichkeiten unseres Landes wie zuletzt der Präsident des Landessparkassen Verbandes haben das LJO bei besonders festlichen Anlässen engagiert.
Zahlreiche Konzertreisen ins Ausland kennzeichnen den Weg. Ich komme gerade aus Ägypten, wo man sich gerne an das Gastspiel in Kairo erinnert. Oft hat das LJO im Kontakt zu anderen Jugendorchestern in Italien, Spanien, Frankreich, England, Polen und Russland Austauschprogramme der Musikschulen angeregt und gemeinsame Konzerte gegeben. Derzeit liegt eine Einladung aus Ecuador für den Sommer 2009 vor. Außerdem wird ein Konzert aus Anlass des 60. Jahrestags der Gründung BRD sowie des 20. Jahrestags des Mauerfalls erarbeitet, bei dem die 9. Symphonie von Beethoven in Zusammenarbeit mit dem Chor der Jerusalem Musikakademie aufgeführt werden soll.
Warum nun ist die heutige Auszeichnung für das LJO so wichtig? Nur wenige Bereiche eignen sich so wie die Musik, erziehend, bildend und charakterformend zu sein. Musik ist also nicht nur ein Wert an sich. Musik gehört zu den schönsten Teilen unserer Kultur. In ihr spiegeln sich das Erbe der Vergangenheit und was wäre ein Erbe ohne Erben, in ihr spiegeln sich in der Gegenwart die Freude am Zauber der Musik und die Verantwortung für die Zukunft, die der jungen Musikerinnen und Musikern auf ihrem Weg des Selbstvertrauens zu eigenständigen und selbstverantwortlichen Persönlichkeiten.
Ich glaube an die Unsterblichkeit der Musik, aber auch an die Notwendigkeit ihrer Förderung. Der Preis heute bestätigt auf seine Weise die Singularität und die Qualität dieser Förderung, die hier über Jahrzehnte geleistet worden ist. Er bestätigt aber auch die Konzeption, dass durch die Trägerschaft des LV der Musikschulen, durch die Unterstützung durch die Stiftung, durch die Hilfen der Freunde und Förderer und heute auch der Stiftung ProEuropa die Grundlage dafür besteht, eine kontinuierliche Förderung der musikalischen Spitzentalente auf höchstem musikalischen Niveau in Form des LJO Ba-Wü zu gewährleisten.
Ich bedanke mich nochmals für die Auszeichnung, ich gratuliere Christoph Wyneken und seinem Orchester und wünsche dem LJO vivat, crescat, floriat - das LJO möge auch in Zukunft leben, wachsen und gedeihen.
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