Für seine tiefe Sensibilität, seine mitreißende musikalische Ausdruckskraft und seinen farbenreichen, dynamischen Klang gefeiert, hat der deutsch-schweizerische Cellist Emanuel Graf die Ehre, auf dem 1690 von Antonio Stradivari gefertigten Cello „L’Évêque de La Rochelle“ zu spielen.
Sein Auftritt in Prokofjews Sinfonia Concertante – dem Mount Everest der Celloliteratur – wurde als „einfach brillant! Ein großes Fest für alle Musik- und Cellofans“ (Thüringer Zeitung) gefeiert. Kritiker lobten die polierte Wärme seines „reichen Tons“, wobei Seen and Heard International seinen „autoritativen und meditativen Stil“ hervorhob.
Graf konzertierte mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem WDR Sinfonieorchester, dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart, dem HR-Sinfonieorchester, der Oper Zürich, der Deutschen Oper Berlin und dem Sinfonieorchester Basel – um nur einige zu nennen – und spielte an renommierten Spielstätten wie der Scala in Mailand, der Semperoper Dresden, dem Gewandhaus Leipzig, dem Chicago Symphony Center, dem Wiener Musikverein, dem Palast der Künste Budapest, der Shanghai Symphony Hall, dem Shenzhen Concert Hall, dem Taiyuan Shanxi Grand Theater und der Carnegie Hall. Er arbeitete mit berühmten Dirigentinnen und Dirigenten wie Mariss Jansons, Zubin Mehta, Herbert Blomstedt, Christoph Eschenbach, Andris Nelsons, Gianandrea Noseda, Paavo Järvi, Yoel Gamzou und Kirill Petrenko.
Graf absolvierte sein Studium bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, bei dem er auch als Assistent tätig war. Weitere wichtige Anregungen erhielt er von Prof. David Geringas, Wolfgang Böttcher, Wolfgang Marschner, Ana Chumachenko und Jens Peter Maintz. Er setzt sich für neues Cellorepertoire ein und brachte Werke von Georg Friedrich Haas und Marshal McDaniel zur Urau?ührung – letztere mit großem Erfolg beim Esslinger Festival – angetrieben von seiner tiefen Faszination für zeitgenössische Musik. Um die Verbindung von Musik mit anderen Künsten wie Literatur, Tanz und Malerei zu erforschen, gründete er gemeinsam mit seiner Musikerfamilie das 3Klang Cultural Centre im Süden von Freiburg. Zur Förderung junger Cellisten übernahm Graf zudem die Leitung von Cellifamily, einem Ensemble aus zwölf internationalen Musikerinnen und Musikern, das sich der Scha?ung interkultureller Brücken durch Musik verschrieben hat.
Als Teil seines Duos mit dem Pianisten Teo Gheorghiu wird Graf beim Nymphenburger Sommer Festival in München sowie beim Festival Casals in Puerto Rico und beim Beirut Chants Festival im Libanon auftreten.
Kürzlich spielte Graf Dvo?áks Cello-Konzert mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Mo. Krzysztof Urba?ski und erhielt begeisterte Kritiken, wobei sein „Erbe, Lyrismus, Eleganz und lässige Virtuosität – [wurde] stürmisch gefeiert“ (Süddeutsche Zeitung) hervorgehoben wurde. Zu seinen kommenden Auftritten zählen Lalos Cello-Konzert mit der Staatsphilharmonie Nürnberg sowie Saint-Saëns’ Cello-Konzert Nr. 1 an der Komischen Oper Berlin.
